Bodenmontierte Waage

Einsatz Bodenmontierter Waagen

Eine boden­mon­tier­te Waa­ge kommt in der Indus­trie und über­all dort zum Ein­satz, wo gro­ße und schwe­re Las­ten gewo­gen wer­den müs­sen, die nicht auf einer Tisch­waa­ge oder einer mobi­len Waa­ge plat­ziert wer­den kön­nen. Die maxi­ma­le Last, die eine boden­mon­tier­te Waa­ge tra­gen kann, ist sehr hoch. Sie liegt in der Regel zwi­schen 300 und 10.000 Kilo­gramm.

Bodenmontierte Waage – Montage und Einsatz

Die Ein­satz­be­rei­che sind sehr viel­fäl­tig. Es kön­nen Waren­ein- und aus­gän­ge kon­trol­liert, sowie Lager­be­stän­de gewichts­mä­ßig erfasst wer­den. Die Mon­ta­ge und Inbe­trieb­nah­me einer boden­mon­tier­ten Waa­ge ist nicht sehr auf­wen­dig und erfor­dert nur weni­ge Schrit­te.

Grund­sätz­lich kann unter­schie­den wer­den zwi­schen einer fest­ste­hen­den Über­flur-Waa­ge, einer Durch­fahr­waa­ge und einer in den Boden ein­ge­las­se­nen Wäge­brü­cke, die einer zuvor errich­te­ten Gru­be bedarf. Bei einer Wäge­brü­cke han­delt es sich um eine Waa­ge, die beson­ders schwe­re Las­ten tra­gen kann. Eine boden­mon­tier­te Über­flur-Waa­ge darf nur auf einem sta­bi­len Grund befes­tigt wer­den und wird in der Regel mit Fixier­ele­men­ten gegen seit­li­ches Ver­rut­schen gesi­chert. Die jeweils ermit­tel­ten Gewichts­wer­te kön­nen sehr leicht an einem digi­ta­len Anzei­ge­ge­rät abge­le­sen wer­den.

Wareneingang und Warenausgang kontrollieren

In vie­len Indus­trie­be­trie­ben und Lager­hal­len gehen lau­fend neue Waren ein. Ande­re Waren ver­las­sen den Stand­ort und müs­sen auf einen LKW oder ein ande­res Trans­port­fahr­zeug ver­la­den wer­den. Dabei kommt es nicht nur dar­auf an, die Voll­stän­dig­keit der Waren, son­dern auch das Gewicht zu kon­trol­lie­ren.

Es kann unter­schie­den wer­den zwi­schen dem Gesamt­ge­wicht der Ladung und dem Gewicht ein­zel­ner Tei­le, bzw. der Anzahl der Tei­le. Eine moder­ne, boden­mon­tier­te Waa­ge kann sowohl Gewichts­wer­te, als auch Stück­zah­len gleich­för­mi­ger Tei­le ermit­teln . Nicht immer ist für die­sen Vor­gang eine boden­mon­tier­te Waa­ge von­nö­ten.

Gera­de bei klei­ne­ren und mit­tel­gro­ßen Tei­len genügt eine mobi­le Waa­ge, oder eine Tisch­waa­ge. Das Gewicht von Schwer­las­ten muss hin­ge­gen mit einer boden­mon­tier­ten Waa­ge ermit­telt wer­den. Eine ein­wand­freie Funk­ti­ons­fä­hig­keit muss jeder­zeit gewähr­leis­tet sein. Des­halb ist es sehr wich­tig, die gesetz­li­chen Vor­schrif­ten zu beach­ten und gege­be­nen­falls eine ord­nungs­ge­mä­ße, sowie regel­mä­ßi­ge Eichung durch­füh­ren zu las­sen.

Emp­feh­lens­wert sind dar­über hin­aus tour­nus­mä­ßig wie­der­keh­ren­de Kali­brie­run­gen und War­tun­gen, damit sich der Anwen­der auf die Genau­ig­keit sei­ner Mess­mit­tel ver­las­sen kann.

Bodenmontierte Waage – Einsatz im Warenlager

Für den Ein­satz einer boden­mon­tier­ten Waa­ge im Waren­la­ger gel­ten die glei­chen gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen wie für den Ein­satz bei der Kon­trol­le des Waren­ein- oder Waren­aus­gangs. Bevor eine neue Waa­ge ange­schafft wird, ist natür­lich dar­auf zu ach­ten, wie hoch der maxi­ma­le Wäge­be­reich und die Trag­fä­hig­keit sein muss (beson­ders wich­tig, wenn die Waa­ge mit Flur­för­der­zeu­gen be- oder über­fah­ren wer­den soll).

Eine Waa­ge mit einer maxi­ma­len Traglast von 500 bis 800 kg wird eben­so zu den boden­mon­tier­ten Waa­gen gezählt wie eine Waa­ge mit der dop­pel­ten, drei­fa­chen, fünf­fa­chen oder gar zehn­fa­chen Last. Eini­ge Waa­gen benö­ti­gen nur sehr wenig Platz, so dass sie auch auf engs­tem Raum mon­tiert wer­den kön­nen. Außer­dem gibt es boden­mon­tier­te Waa­gen, die zur bes­se­ren Rei­ni­gung auf­klapp­bar sind. So unter­schied­lich die ein­zel­nen boden­mon­tier­ten Waa­gen sein kön­nen – eines ist immer sehr wich­tig: sie müs­sen leicht zu mon­tie­ren, jeder­zeit ein­satz­fä­hig sein und fest auf dem Boden auf­ge­stellt wer­den. Dar­über­hin­aus kom­men heu­te digi­ta­le Anzei­gen zum Ein­satz, die auf hoch­mo­der­nen und prä­zi­se arbei­ten­den Com­pu­ter­pro­gram­men basie­ren.

Bodenmontierte Waage – Durchfahrwaage

Eine Durch­fahr­waa­ge besitzt min­des­tens eine Auf­fahr­ram­pe. Über die­se kann das Flur­för­der­zeug oder das Trans­port­fahr­zeug sicher auf­fah­ren. Dabei wer­den die Waren auto­ma­tisch gewo­gen. Hier gilt es aller­dings zu beach­ten, dass die Gewichts­an­zei­ge zunächst immer das Gesamt­ge­wicht berück­sich­tigt. Das heißt, dass sowohl das Fahr­zeug, als auch die dar­auf befind­li­chen Las­ten gewo­gen wer­den. Hier kommt es also dar­auf an, das Gewicht des Flur­för­der­zeu­ges (Tara) vom Gesamt­ge­wicht abzu­zie­hen, um das kor­rek­te Gewicht der Waren (Net­to­ge­wicht) ermit­teln zu kön­nen.

Die Durch­fahr­waa­ge wird sowohl bei der Kon­trol­le des Waren­ein­gangs als auch des Waren­aus­gangs ein­ge­setzt. Das gilt unab­hän­gig davon, mit wel­chem Fahr­zeug, oder mit wel­chem Trans­port­mit­tel die Waren wei­ter beför­dert wer­den.

Bodenmontierte Waage – Wägebrücken

Streng genom­men gehö­ren die Wäge­brü­cken zu den Boden­waa­gen. Das gilt trotz der Tat­sa­che, dass sie meis­tens im Boden ein­ge­las­sen, und somit eben­er­ding auf­ge­stellt wer­den. Gera­de, wenn es sich bei dem Wäge­gut um beson­ders schwe­re Las­ten han­delt, kommt eine Wäge­brü­cke sehr häu­fig zum Ein­satz.

Auch hier gibt es ver­schie­de­ne Grö­ßen und Aus­füh­run­gen. Bei der Aus­wahl der opti­ma­len Wäge­brü­cke ist eben­so, wie bei jeder ande­ren boden­mon­tier­ten Waa­ge dar­auf zu ach­ten, wie hoch der Wäge­be­reich, die gefor­der­te Genau­ig­keit, sowie die maxi­ma­le Traglast sein soll. Eben­so sind die Umge­bungs­be­din­gun­gen zu berück­sich­ti­gen, die letzt­lich das Mate­ri­al und die Aus­füh­rung der Waa­ge mit­be­stim­men.

Hea­der­bild: © Shutterstock/ Mark Yuill

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