LKW-Waage

Radlastwaage – Gewichtsermittlung in der Industrie

Eine Rad­last­waa­ge bie­tet viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten der Gewichts­er­mitt­lung. Klei­ne Zwei­rä­der las­sen sich mit der Rad­last­waa­ge eben­so wie­gen wie PKW, LKW, Anhän­ger, Con­tai­ner, Schif­fe, Gleis­fahr­zeu­ge oder Flug­zeu­ge. Je nach­dem, wel­ches Ziel ver­folgt wer­den soll, kom­men sta­tio­nä­re oder mobi­le Rad­last­waa­gen zum Ein­satz. Es ist außer­dem denk­bar, meh­re­re Rad­last­waa­gen zu einem Sys­tem zu kom­bi­nie­ren.

Gewichtsermittlung stationär

Eine sta­tio­nä­re Rad­last­waa­ge besteht in der Regel aus min­des­tens vier Wäge­platt­for­men. Sie sind ent­we­der im Boden ein­ge­las­sen oder wer­den auf den Boden gestellt. Sobald sich das Fahr­zeug mit sei­nen Rädern auf den Wäge­platt­for­men befin­det, wird es ver­wo­gen. Die wich­tigs­te Vor­aus­set­zung ist eine sta­bi­le Unter­la­ge. Sie muss einer­seits so belast­bar sein, dass sie der Waa­ge einen fes­ten Halt bie­tet und ande­rer­seits das Gewicht des Fahr­zeugs tra­gen kann. Die Anschaf­fung von sta­tio­nä­ren Rad­last­waa­gen macht vor allem dort Sinn, wo regel­mä­ßig Fahr­zeu­ge ver­wo­gen wer­den müs­sen, sei­en es nun Fahr­zeu­ge, die bereits fer­tig ver­baut sind oder Fahr­zeu­ge, die sich noch in der Pro­duk­ti­on befin­den.

Ermittlung der Lastverteilung

Eine Rad­last­waa­ge dient nicht nur der Gewichts­er­mitt­lung von Fahr­zeu­gen, son­dern auch der Ermitt­lung der kon­kre­ten Last­ver­tei­lung. Aus die­sem Grun­de ist es von zen­tra­ler Bedeu­tung, die sta­tio­nä­re Rad­last­waa­ge aktiv in den Pro­duk­ti­ons­pro­zess ein­zu­be­zie­hen. Zeigt die Gewichts­er­mitt­lung nicht das gewünsch­te Ergeb­nis oder gibt es gering­fü­gi­ge Abwei­chun­gen, kann kor­ri­gie­rend ein­ge­grif­fen wer­den. Der Wäge­pro­zess lässt sich bei Bedarf so lan­ge fort­set­zen, bis das gewünsch­te Ergeb­nis erreicht ist.

Gewichtsermittlung mobil

In der Pra­xis gibt es ver­schie­de­ne Fäl­le, in denen eine Gewichts­er­mitt­lung mit einer sta­tio­nä­ren Rad­last­waa­ge nicht infra­ge kommt. Die mobi­le Rad­last­waa­ge kann hier die Lösung sein. Sie ist nicht an einen bestimm­ten Ort gebun­den und kann bei Bedarf auf- und wie­der abge­baut wer­den. Mobi­le Rad­last­waa­gen gibt es in unter­schied­li­chen Grö­ßen, For­men und Aus­fer­ti­gun­gen. Bei der Aus­wahl kommt es auf die Aus­stat­tung, die Grö­ße der Wäge­platt­form und das Zube­hör an. Anwen­dungs­be­rei­che von einer mobi­len Rad­last­waa­ge gibt es vie­le. Sie eig­net sich her­vor­ra­gend zur Kon­trol­le des Gewichts von Waren­ein­gän­gen und Waren­aus­gän­gen. Außer­dem wird mit mobi­len Rad­last­waa­gen das Gewicht von Anhän­gern oder Über­las­ten kon­trol­liert.

An- und Auslieferung von Waren

Waren wer­den mit dem LKW, dem PKW, dem Schiff oder einem ande­ren Fahr­zeug ange­lie­fert. Sowohl bei der Waren­an­lie­fe­rung als auch bei der Aus­lie­fe­rung muss das Gewicht der gesam­ten Fracht und/oder das Gewicht pro Stück ermit­telt wer­den. Hier­zu sind mobi­le Rad­last­waa­gen her­vor­ra­gend geeig­net. Bei der Anlie­fe­rung kann das Fahr­zeug zusam­men mit der Fracht ver­wo­gen wer­den. Das Glei­che kann gesche­hen, wenn ein­zel­ne Stü­cke, ein Teil der Fracht oder die gesam­te Fracht ent­fernt wor­den ist/sind. Nun bleibt nur noch das Leer­ge­wicht des Fahr­zeugs übrig. Wird das Gesamt­ge­wicht mit und ohne Fracht ermit­telt, lässt sich die Dif­fe­renz berech­nen. Sie ergibt dann das Gewicht der Fracht.

Eine ähn­li­che Vor­ge­hens­wei­se bie­tet sich bei der Aus­lie­fe­rung von Waren an. Zuerst muss das lee­re Fahr­zeug ver­wo­gen wer­den. Anschlie­ßend geschieht das noch ein­mal oder mehr­mals, wenn ent­we­der die gesam­te Fracht oder ein Teil davon ver­la­den wor­den ist.

Vorteile: Gewichtsermittlung mit mobilen Fahrzeugwaagen

Die mobi­len Rad­last­waa­gen erwei­sen sich in vie­len Fäl­len als unent­behr­lich. Ihr Ein­satz­ort ist nicht kon­stant, son­dern kann je nach Bedarf ver­än­dert wer­den. Außer­dem ist es mög­lich, nicht nur eine, son­dern meh­re­re mobi­le Fahr­zeug­waa­gen hin­ter­ein­an­der ein­zu­set­zen. Das ist vor allem dann sinn­voll, wenn meh­re­re Mes­sun­gen in kur­zen Abstän­den aus­ge­führt wer­den müs­sen. Das Fahr­zeug kann auf die mobi­le Rad­last­waa­ge auf­fah­ren, womit sofort der Wäge­vor­gang aus­ge­löst wird.

Die Daten wer­den über Kabel oder per Funk an die Mess­sta­tio­nen über­tra­gen. Die Mes­sta­tio­nen sind mit moderns­ter Tech­nik inklu­si­ve PC, Lap­top oder Tablet aus­ge­rüs­tet und kön­nen die Mess­da­ten gleich im Anschluss an die Gewichts­er­mitt­lung aus­wer­ten.

Eine Gewichts­er­mitt­lung mit mobi­len Rad­last­waa­gen ist auch dann sinn­voll, wenn nur die Anhän­ger von PKW oder LKW ver­wo­gen wer­den sol­len. Dann lässt sich der Mess­vor­gang indi­vi­du­ell ein­stel­len und es muss nicht das gesam­te Fahr­zeug ver­wo­gen wer­den.

Hea­der­bild: ©Shutterstock/GolubSerge

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