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Hubwagen mit Waage: Vorteile und Funktionen

Wie­gen und trans­por­tie­ren von Git­ter­bo­xen oder Palet­ten in einem Arbeits­schritt – Hub­wa­gen mit Waa­ge machen es mög­lich. Das Wie­gen selbst kann beim Anhe­ben der Last direkt aus­ge­löst wer­den, das Ergeb­nis sehen Sie auf dem Dis­play vor der Gabel. Hub­wa­gen mit Waa­ge bie­ten Ihnen hohe Fle­xi­bi­li­tät in Lager und Logis­tik und las­sen sich ide­al ein­bin­den. Lesen Sie mehr!

Vorteile von Hubwagen mit Wiegefunktion

Die­se Hub­wa­gen-Vari­an­te ermög­licht Ihnen, Güter auf Palet­ten nicht nur zu ver­fah­ren, son­dern im sel­ben Zug das Lade­ge­wicht fest­zu­stel­len. So las­sen sich Arbeits­ab­läu­fe deut­lich beschleu­ni­gen. Sie benö­ti­gen kei­ne zusätz­li­chen sta­tio­nä­ren Boden­waa­gen, der Weg zur Wie­ge­sta­ti­on ent­fällt.

Glei­chen Sie bereits im Waren­ein­gang beim Ent­la­den der Last­kraft­wa­gen das Gewicht der Palet­ten mit den Lie­fer­pa­pie­ren ab. Dar­über hin­aus kön­nen Sie auch im Ver­sand die logis­ti­schen Abläu­fe wesent­lich ver­ein­fa­chen.

Die Technik der Hubwagen mit Waage

Ein Hub­wa­gen mit Wie­ge­funk­ti­on ist tech­nisch ver­gleich­bar mit einem elek­tri­schen oder manu­el­len Nie­der­hub­wa­gen. Er ist zur Auf­nah­me der Last mit zwei Gabeln aus­ge­stat­tet, die elek­tro­nisch oder manu­ell ange­ho­ben wer­den. Je nach Hub­wa­gen-Modell las­sen sich Las­ten von 600 bis 3.000 Kilo­gramm wie­gen und trans­por­tie­ren.

Im Rah­men des Hub­wa­gens befin­den sich vier Wäge­zel­len. Die­se mes­sen das Gewicht der Palet­te ent­we­der kon­ti­nu­ier­lich oder bei Bedarf auf Knopf­druck. Das gemes­se­ne Gewicht wird auf einem Dis­play hin­ter der Deich­sel ange­zeigt. Hier kön­nen Sie wei­te­re Funk­tio­nen nut­zen, zum Bei­spiel die Ermitt­lung der Tara, das Sum­mie­ren meh­re­rer Gewich­te, das Erstel­len der Wie­ge­be­le­ge etc. Bat­te­ri­en oder wie­der­auf­lad­ba­re Akkus stel­len die Strom­ver­sor­gung sicher.

Hubwagen mit Waage: Eichung und Toleranzen

Jede Waa­ge misst das jewei­li­ge Gewicht mit einer gewis­sen Tole­ranz, das gilt auch für die Wäge­zel­len in den Hub­wa­gen mit Waa­ge. Die Tole­ranz wird vom Her­stel­ler in der Regel als Pro­zent­wert ange­ge­ben und nicht als abso­lu­ter Wert. Eine typi­sche Bezeich­nung lau­tet zum Bei­spiel “0,1 % v. d. E. (von der End­last)”. Die Tole­ranz bezieht sich also immer auf die höchst­mög­li­che Kapa­zi­tät. Die Trag­fä­hig­keit eines Hub­wa­gens mit Wie­ge­funk­ti­on soll­te daher nicht zu hoch aus­ge­legt wer­den. Je gerin­ger die Kapa­zi­tät, des­to gerin­ger ist auch die Unge­nau­ig­keit beim Wie­gen.

Hub­wa­gen mit Waa­ge sind in der Regel auch eich­fä­hig erhält­lich und las­sen sich daher auch im geschäft­li­chen Ver­kehr ein­set­zen. Dazu ist es not­wen­dig, dass die Waa­ge aus Kom­po­nen­ten besteht, die eich­fä­hig sind. Der Her­stel­ler kann vor der Aus­lie­fe­rung eine Ers­tei­chung durch­füh­ren und die­se doku­men­tie­ren. Geeich­te Waa­gen erken­nen Sie an einem grü­nen Auf­kle­ber mit einem M als Beschrif­tung. Die Eichung muss sowohl nach Ablauf der gesetz­lich fest­ge­leg­ten Frist erneu­ert wer­den als auch im Fal­le einer Repa­ra­tur der Waa­ge oder nach ande­ren tech­ni­schen Ein­grif­fen.

Gesetzliche Vorgaben zur Eichung

Die Eichung der Hub­wa­gen mit Wie­ge­funk­ti­on erfolgt nach den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten der Eich­klas­se III. Die­se schrei­ben für Hub­wa­gen mit einer maxi­ma­len Last von 2.000 Kilo­gramm eine Nach­ei­chung nach zwei Jah­ren vor (bei 3.000 kg Wäge­be­reich nach drei Jah­ren). Den Ter­min für die nächs­te fäl­li­ge Eichung kön­nen Sie einem ent­spre­chen­den Auf­kle­ber an der Waa­ge ent­neh­men.

Waa­gen, die der Eich­klas­se III zuge­ord­net sind, dür­fen höchs­tens 3.000 glei­che Teil­schrit­te durch­lau­fen (bei Zwei­be­reichs­waa­gen 2 x 3.000 Tei­le). Weist eine geeich­te Waa­ge eine Kapa­zi­tät von 1.500 Kilo­gramm auf, ver­fügt sie somit über eine Genau­ig­keit von maxi­mal 0,5 Kilo­gramm. Waa­gen, die nicht eich­fä­hig sind, las­sen sich wesent­lich fei­ner ska­lie­ren.

Je höher die Kapa­zi­tät der geeich­ten Waa­ge ist, umso grö­ber sind die Zif­fern­schrit­te auf­grund der vor­ge­schrie­be­nen Teil­schrit­te.

Optimale Einbindung eines Hubwagens mit Waage

Idea­ler­wei­se kön­nen die ermit­tel­ten Gewich­te nicht nur im Dis­play ange­zeigt, son­dern zusätz­lich auf elek­tro­ni­schem Wege wei­ter­ver­ar­bei­tet wer­den. In die­sem Fall muss der Hub­wa­gen mit Waa­ge eine seri­el­le RS-232-Schnitt­stel­le auf­wei­sen. Über die­se Schnitt­stel­le las­sen sich Daten­über­tra­gun­gen via USB oder Funk ermög­li­chen. Eine Daten­über­tra­gung per Blue­tooth ist eben­falls rea­li­sier­bar, aller­dings kön­nen Sie damit ledig­lich kur­ze Distan­zen über­brü­cken. Eine Daten­über­tra­gung via WLAN bie­tet Ihnen deut­lich grö­ße­re Fle­xi­bi­li­tät, denn damit kön­nen Sie Distan­zen von 50 Metern oder mehr mühe­los über­win­den.

Man­che Wie­ge­hub­wa­gen sind zusätz­lich mit einem Dru­cker aus­ge­stat­tet. Mit sol­chen Model­len kön­nen Sie wäh­rend des Wie­gens benö­tig­te Eti­ket­ten oder Bele­ge aus­dru­cken. Dabei ist der Klar­text-Druck eben­so mög­lich wie der Druck scan­ba­rer Bar­codes und zusätz­li­che Anga­ben wie Arti­kel­num­mern, Datum und Uhr­zeit und die Tara.

Hea­der­bild: ©As-Wäge­tech­nik

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